Können Fische Tubifex ohne Risiko fressen?
F. MattierTeilen
Die Tubifex, die einen nicht unerheblichen Teil der Nahrung von Fischen in der Natur ausmachen, sind eine bevorzugte Futterquelle für alle, die sich den natürlichen Bedingungen annähern wollen.
Sehr ähnlich in seiner Zusammensetzung dem Schwarzwurm, ist dieser Ringwurm reich an Eiweiß und Hämoglobin (daher seine Farbe).
Er ist viel dünner als sein Ebenbild und in der Regel auch kleiner.
Da er jedoch auf dem Speiseplan der Fische steht, hat die Entwicklung logischerweise viele Parasiten und Krankheitserreger dazu veranlasst, ihn als Wirt zu wählen, um die Fische zu erreichen.
Außerdem ist dieser Wurm ein sehr aktiver Zersetzer und Reiniger und steht im Zentrum des Abfallkreislaufs in Gewässern.
Wenn das Wasser sehr schmutzig und stark verschmutzt ist, bis es schlecht riecht, weil es an Sauerstoff mangelt, ist er oft das einzige Tier, das dort noch lebt.
Die Tubifex kann mehrere Monate ohne Sauerstoff leben!

Dies ist ein Beispiel für eine bemerkenswerte Spezialisierung: Als Zersetzer organischer Stoffe ist er ausgerüstet, um in Umgebungen zu überleben, die viel und sogar zu viel davon enthalten.
Der Nachteil ist, dass er in diesen verschmutzten Umgebungen allerlei Schmutz in seinem Körper ansammelt!
Deshalb ist es absolut undenkbar, ihn in der Natur zu sammeln und den Fischen zu geben. Parasiten, mikrobielle Krankheitserreger (Streptokokken, Staphylokokken, Mykobakterien, Myxobolus usw.) und sogar Schwermetalle landen oft in seinem Körper.

Selbst wenn man ihn lange „ausbluten“ lässt, bleibt das Risiko bestehen.
Die Lösung ist daher, ihn kontrolliert in sehr sauberer Umgebung zu züchten und ihn nur aus seriöser Zucht zu beziehen.
Ebenso wie die im Freien gefangenen Schlammwürmer (oft aus Polen) den Anglern vorbehalten sein sollten und niemals unseren Fischen, sind wilde Tubifex in der Aquarienhaltung zu meiden.

Wenn man jedoch die Tubifex züchten oder sogar in ein Tierbecken (ohne Fische) einsetzen möchte, entdeckt man ein faszinierendes Tier, dessen Verhalten dem Schwarzwurm ähnelt, da es sich ebenfalls halb in den Boden eingräbt und mit dem Schwanz, durch den es atmet, herausragt und tanzt.
Der große Unterschied zum Schwarzwurm, abgesehen von der viel kleineren Größe, ist, dass es sich sowohl durch Teilung (wie auch er) als auch durch Eierlegen vermehren kann, was es fruchtbarer macht. Es kann sich auch in ruhenden Formen verpuppen, um völlige Austrocknung zu überstehen und später wieder aufzuleben!
So reicht es manchmal, dass eine Wildente an einem Teichrand ohne Tubifex landet, um durch das Absetzen von etwas getrocknetem Schlamm an ihren Füßen vom vorherigen Teich diese Würmer wie durch Zauberhand in das neue Gewässer einzubringen.

Wenn Sie Tubifex züchten möchten, einige einfache Regeln:
- sie allein züchten (und natürlich ohne Fische)
- einen sauberen Bodengrund bereitstellen (einfacher Sand reicht)
- einen Belüfter einsetzen
- das Wasser (sehr) oft wechseln, da sie es stark verschmutzen
- Geduld haben: Wie alle wirbellosen Tiere braucht ihr Mikrobiom zuerst Zeit, um sich in der Umgebung einzurichten, bevor sie sich richtig vermehren können (Beispiel Grindal, der manchmal mehr als einen Monat braucht, um außerhalb seines Bodens sichtbar zu werden).
- sie mit sauberem und sogar abgekochtem Futter ernähren: So werden sie nur von den Mikroben im Zuchtbecken besiedelt und bringen keine Fremdkeime mit!
- oder ihnen mikronisierte Spirulina in kleinen Mengen geben, was noch einfacher ist.
Zur Ernte verwenden manche ein Stück Perlon (auch Baumwolle ist geeignet), in dem sich die Würmer ansiedeln, das dann nur noch ins Fischbecken gelegt werden muss.
Weil eine saubere Tubifex ein echtes, risikofreies Vergnügen ist!


1 Kommentar
Super intéressant, j’en élève et je viens de comprendre (et d’apprendre) comment mieux faire, merci beaucoup pour cet article 🙏 . Signé : un passionné de culture de nourriture vivante 😉