Welche lebenswichtigen Funktionen erfüllen Ostrakoden im Aquarium oder Teich?
F. MattierTeilen
Die Ostrakoden sind in der herkömmlichen Aquarienkunde unbekannt.
Dabei gehören sie zu den am weitesten verbreiteten Tieren in der Mikrofauna aller Gewässer der Erde.
Absolut alle. Meeres- oder Süßwasser.
Man schätzt die Zahl der Ostrakodenarten auf 20.000, von denen 60 % noch unbekannt sind!
Die Ostrakoden gibt es seit der Urzeit, und ihre Fossilien dienen sogar zur Datierung bestimmter Sedimente.
Wie lässt sich dann erklären, dass diese winzigen Krebstiere, die in allen Wassersystemen der Erde allgegenwärtig sind, in Aquarien unbekannt sind?
Wahrscheinlich, weil die Aquarienkunde lange Zeit von einer technikgläubigen Haltung geprägt war. Jede Funktion wurde von einem elektrischen Gerät übernommen, die aquatische Mikrofauna wurde etwas verachtet oder sogar gefürchtet. Jedes Tierchen, das in einem Aquarium auftauchte, löste Besorgnis aus, und man suchte vor allem nach Möglichkeiten, es zu beseitigen.
Dabei sind die Ostrakoden sicherlich die Tiergruppe, die in Gewässern die meisten verschiedenen Aufgaben erfüllt.
Sie sind überwiegend Aasfresser und bauen alle organischen Abfälle ab, pflanzlicher oder tierischer Art: abgestorbene Blätter, verschiedene Kadaver, kranke Pflanzen usw. Selbst feines Plankton, das auf den Grund sinkt, dient ihnen als Nahrung!
Im Gegensatz zu den daphnien, die nur Schwebstoffe im Wasser filtern.
So schwimmen, laufen und krabbeln die Ostrakoden auf Unterlagen oder dem Grund umher und suchen alles, was herumliegt! Sie sind es, die die Häutungen der daphnien und der wasserasseln fressen und den Inhalt einer toten Schnecke verschwinden lassen, bevor er das Wasser verunreinigt...
Für Fische wenig schmackhaft, werden sie oft eine Zeit lang ignoriert, besonders wenn die Fische an bessere Nahrung gewöhnt sind. In diesem Fall interessieren sie die Ostrakoden nur bei Nahrungsmangel.
In natürlichen Aquarien ohne Filter besteht keine Gefahr, dass sie eingesaugt werden. Man kann sie aber auch in einem Absetzbecken einsetzen, damit sie dort ungestört von den Fischen arbeiten.
Vor allem aber verbringt man in Aquarien mit Tierchen und ohne Fische wunderbare Stunden, mit oder ohne Lupe, wenn man sie dabei beobachtet, wie sie sich zu Dutzenden zum Laichen versammeln (über ihre Fortpflanzung ist noch nicht alles bekannt), auf einem kleinen toten Stück wimmeln, ähnlich den Minions aus dem Film, denen sie übrigens sehr ähnlich sehen!
Wenn Sie sich entschieden haben, natürliche oder fischfreie Aquarien zu pflegen, werden diese kleinen erstaunlichen Tierchen eine wesentliche Grundlage Ihres Ökosystems sein.
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4 Kommentare
Bonjour,
Et pour les aquarium “classique” avec filtre externe, chauffage a 23°; Tetra néon et zèbre, crevettes, physe et neritina.
J’essaye de tendre vers un milieu des plus naturelle avec une filtration sur tourbe, végétaux en décomposition… J’ai pris daphnie, aselle, et ostracodes mais j’ai des doutes sur leurs survie dans mon bac.. sable de Loire et bien planté avec plantes facile. On verra bien ;)
@Nadège : Les ostracodes d’Aquazolla (qui ne sont pas tropicaux) survivent parfaitement à l’hiver, à condition que tout le volume d’eau ne prenne pas en glace (ce qui est rare !). Mais ils attendront la belle saison pour pondre. Certaines nuits d’hiver très douces, ils ont tendance à remonter vers la surface, actifs sur les bords du récipient. Mais est-ce la douceur ou la lune (comme pour les daphnies) ?
@Kinsch : c’est d’autant plus surprenant que l’association crevettes-ostracodes est une des meilleures… On peut avancer comme pistes un aquarium très propre (ils aiment la crasse, puisqu’ils s’en nourrissent !), une filtration trop forte ?
Bonjour
Les ostracodes en milieu naturel supportent ils le gel ?
Comment survivent ils d une saison à l autre ? Que doit on prévoir pour leur faciliter la vie et passer l hiver ?
Merci pour votre réponse
Bonjour,
J’ai régulièrement essayé d’implanter dès ostracodes dans mon aquarium à crevettes sans technologie et je n’arrive pas a les tenir. Ils finissent toujours par disparaître. Un conseil ?