Un aquarium de rêve

Ein Traum-Aquarium

F. Mattier

Jeder Aquarienfreund träumt von seinem idealen Aquarium.

 

In der Regel ist es ein sehr großes Aquarium! Ach, wenn wir nur den Platz hätten…

Wir alle träumen vom Aquarium des Mafia-Bosses, das die Wand seines Büros bildet und 50 Piranhas in 10 Kubikmetern fasst!

Oder vom riesigen Aquarium im Einkaufszentrum, in dem Haie leben...

 

Meines bildet da keine Ausnahme, doch es unterscheidet sich tatsächlich von diesen riesigen Aquarien, die eine ganze Wand einnehmen und große Fische beherbergen, die dieses große Volumen brauchen.


Als ich ein Kind war, sang Pierre Perret „Öffnet den Vogelkäfig“.

Natürlich wäre es nicht klug gewesen, Zuchtkanarien in die Natur zu entlassen. Und die Goldfische oder Floridaschildkröten, die in Teichen und Tümpeln ausgesetzt wurden, haben unseren Ökosystemen großen Schaden zugefügt.


Doch die Frage der Gefangenschaft war damit gestellt.

Später wurde ich Aquarienfreund, und die Leidenschaft war überwältigend.

 

Als ich 2004 das erste Mülltonnen-Aquarium (poubellarium) mit dieser berühmten Guppy-Dame schuf, war die Idee, den Vogelkäfig zu öffnen, schon da.

Ich wollte meinen Fischen in der Saison, in der es möglich war, ein wenig Wildnis zurückgeben. Und es stimmt, dass das Mülltonnen-Aquarium ein Kompromiss ist. Nur ein Kompromiss natürlich, denn der Fisch bleibt gefangen und seine Umgebung bleibt begrenzt.

Doch meine Guppy-Dame verbrachte mehrere Monate ohne die üblichen Stressfaktoren der Gefangenschaft: das Geräusch der Pumpen (Wasser ist ein sehr klangvoller Lebensraum), dein Schwager, der gegen die Scheibe klopft, das plötzliche An- und Ausschalten des Lichts und vor allem diese durchsichtige Wand, an der der Fisch anhält und die ihm verbietet, sich wirklich vor dir zu verstecken.


Meine Guppy-Dame lebte in trübgrünem Wasser, gut versteckt. Ihre Tage wurden vom Wind, der die Oberfläche streifte, vom sanften oder starken Regen, von unendlich langsamen Licht- und Temperaturwechseln begleitet. Sie fraß die daphnien, die ich ihr gab, gezüchtet in einem Eimer gleich daneben, aber auch eine Vielzahl verschiedener Insekten und deren Larven. Statt zwei Mahlzeiten am Tag knabberte sie ständig an etwas anderem.

 

Der Begriff des Fischvergnügens stellte alle aquaristischen Dogmen auf den Kopf: Die Gesundheit eines Fisches hing nicht nur von messbaren Parametern ab, sondern von seinem Wohlbefinden, wovon diese Parameter nur einen kleinen Teil ausmachen.


In diesem Sinne stelle ich mir also das Aquarium meiner Träume vor.

Es wäre ein flaches Aquarium (40 cm reichen völlig), aber äußerst lang.

Wenn es 20 Meter lang sein könnte, welch ein Glück für mich!

Natürlich habe ich keinen Raum, der das zuließe, aber das ist ja auch der Sinn eines Traums.

 

Ein Fisch könnte dann 20 Meter geradeaus schwimmen, wenn er möchte. Und wie in einem kleinen Bach würde er verschiedene Zonen durchqueren, einige dicht bewachsen, andere felsig, wieder andere, wo der Sand aufgewirbelt wird und die Tiefe verringert... Kurz, eine Abfolge von miteinander verbundenen Wasserlandschaften, ungleichmäßiges Licht und die Unmöglichkeit, das ganze Aquarium auf einen Blick zu erfassen.

 

Und in diesem Aquarium nur wenige Fische, ausgewählt aus den kleinsten Arten, damit ihnen der Raum noch größer erscheint. Sehr kleine Karpfenfische oder Salmler. Und viele kleine Tierchen, denn in natürlichen Gewässern wimmelt es von wirbellosen Tieren, während es nur wenige Fische gibt. Die Schlammröhrenwürmer, Wasserasseln oder Ostrakoden hätten so gute Chancen, sich anzusiedeln, da die Fische nur in Maßen davon fressen.

Wenn etwas Strömung nötig ist, würde eine einzige Pumpe das Wasser an einem Ende entnehmen und am anderen wieder abgeben!

Ein kleiner wilder Bach zu Hause.
Mein Gott, welch ein Anblick!

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7 Kommentare

Vous devriez aller voir les serres du jardin botanique de Liège, une des serres accueille des plantes tropicales poussant en milieu humide, il y a un très grand bac en béton où elles sont plantées, avec une cinquantaine de centimètres d’eau, et c’est peuplé (en quantité très très raisonnable) de micro-poissons et de crevettes, qui nagent entre les racines et les rochers, sous la lumière ou dans la pénombre ; j’ai adoré cet endroit, j’ai regardé autant les plantes que les bestioles en rêvant d’avoir la même chose chez moi (ça va être compliqué !)

Estelle

Tout pareil :) un rêve de petite fille devenu en partie réalité à l’âge de la retraite, et rendu possible grâce à vous, Mattier : un grand merci ! Entre autres un 200l rempli de bestioles et de plantes qui éclipse l’autre grand écran, la télé :-)

Claire

SYMPA !

Patrice Daly

Le même rêve !
Je l’ai approché avec mon 300l low tech. Effleuré d’un doigt timide. Moins de contraintes, moins de stress pour eux (pas pour moi). La sensation d’avoir adopté un bout de nature.

Aude

J’aime beaucoup vos rêves ☺️

Pommier

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