Stress und Wohlbefinden bei unseren Fischen
F. MattierTeilen
Persönlich denke ich, dass ein Fisch Glück, Freude usw. empfinden kann.
Aber das ist bis heute nur meine Meinung, auch wenn die Studien jeden Tag ein bisschen mehr in diese Richtung gehen.
Als ich mit der Aquaristik begann, wurden diese Fragen zum Empfinden der Fische nicht einmal in Betracht gezogen. Daher die Legende vom „Goldfischgedächtnis“, obwohl inzwischen bewiesen ist, dass Fische lernen, Werkzeuge benutzen, sich erinnern, Gesichter erkennen usw. können.

Was sicher ist, ist mindestens, dass Fische Stress und Wohlbefinden empfinden.
Es ist auch bekannt, dass übermäßiger Stress jedes Tier töten kann.
Das ist zum großen Teil der Grund für die Zerbrechlichkeit von Aquarienfischen. Ihr Leben ist nur eine lange Reihe von Stresssituationen, von der Zucht über die Fang, den/die Transport(e), das Geschäft, die Ankunft im Aquarium, dann das Leben im Aquarium mit künstlicher Beleuchtung, dem künstlichen Lärm von Pumpen, Filtern, der Gefangenschaft in einem kleinen Volumen, der Nähe zu anderen Arten und einer Dekoration, die eher für das menschliche Auge gemacht ist als um einen Fisch zufriedenzustellen.

Es sind diese angesammelten, also toxischen Stressfaktoren, die unsere Fische extrem empfindlich gegenüber Parametern, Parasiten, Temperatur usw. machen.
In der Natur kann ein Fisch, der bei Ihrer Ankunft flieht und in die Tiefe taucht, innerhalb einer einzigen Sekunde 6 Grad Temperaturunterschied zwischen Oberfläche und Grund verlieren! Und das ohne Probleme für ihn.
Die Erfahrung des Poubellariums beweist es: Fische, die wieder mit der Natur in Kontakt gebracht werden, zurück zu einem gewissen wilden Leben, werden sehr tolerant gegenüber Bedingungen, die ihnen im Aquarium tödlich wären.
Sonnenauf- und -untergang sind kein künstliches und abruptes Einschalten. Statt höchstens zwei Mahlzeiten pro Tag aus industriellen Flocken jagt der Fisch jeden Tag Dutzende verschiedener Insekten und Larven, viele verschiedene Arten. Diese unaufhörliche Suche beschäftigt ihn.
Das oft trübe Wasser beruhigt ihn, indem es ihn vor unserem Blick verbirgt. Ebenso erinnern die undurchsichtigen Wände daran, dass in der Natur nur die Oberfläche durchsichtig ist!

Man kann also ableiten, dass, wie bei allen anderen Tieren, übermäßiger Stress, der das Wohlbefinden mindert, die Ursache für die Anfälligkeiten und Verwundbarkeiten des Fisches ist. Glücklich zu sein ist gut für die Gesundheit.
Es wurde nachgewiesen, dass ein niedriger Stresspegel Freude bereitet, während ein übermäßiger Stress jeglichen Stress toxisch macht.
Ein Fisch, der während seiner Eingewöhnung nach einer erschöpfenden internationalen Reise stirbt, stirbt in Wirklichkeit an Stress. Und an nichts anderem.

Es ist an der Zeit, sich dieser Dimension bewusst zu werden. Es ist viel effektiver für unsere Fische, ihren Stress zu reduzieren, als mit dem Chemikerkoffer das Umfeld fast klinisch anzupassen.
Ein sauberes Aquarium ist für einen Fisch stressig. Er langweilt sich darin.
Das Entfernen von Pumpen und Filtration macht ihre aquatische Umgebung endlich etwas leiser, wie in der Natur. Und vor allem, sie mit natürlicher Mikrofauna zu füttern, wie es die Natur vorgesehen hat, ist das höchste Glück: Suche, Verfolgung, Aufregung, Geschmack, Gleichgewicht und ernährungsphysiologische Komplexität…
Es ist nicht mehr möglich, Fische anders als empfindungsfähige Wesen mit Anspruch auf Wohlbefinden zu betrachten. Und das muss uns dazu bringen, die aquaristischen Praktiken zu überdenken.

2 Kommentare
Je partage cette idée que nous ne ferons jamais mieux que la nature qui a l’expérience de plusieurs millions d’années d’évolution, où les organismes vivants ont coexisté ensemble pour atteindre une harmonie parfaite et subtile entre mutualisme, parasitisme et symbiose…
Nos petites certitudes et technologies arrogantes qui ont pour vocation de servir notre égo, ne sont rien à côté…
Bon sens, humilité et émerveillement… Nous avons tellement à observer et à apprendre !
Merci pour votre approche révolutionnaire du monde aquariophile
Il n’y a effectivement que peu d’études et articles sur leur capacité à ressentir, mémoriser et reconnaître.
Tout ce que je peux dire c’est que parmi mes quelques poissons certains sont particulièrement réactifs à ma présence dont un qui se rapproche systématiquement à la surface bouche ouverte pour recevoir une friandise. Il ne me fuit jamais au contraire. Notre peau est couverte d’enzymes, acides aminés, molécules diverses et variées qui dans l’eau doivent dégager quelque chose de particulier propre à chacun car selon qui met les mains dans l’eau, les poissons viennent ou pas.
Réflexe conditionné, capacité à ressentir des émotions, je ne sais pas, mais ce dont je suis certaine c’est qu’ils ont chacun leur personnalité et qu’ils peuvent faire preuve d’ingéniosité lorsque quelque chose les intéresse.
Mon petit chouchou se souvient peut-être que lorsqu’il est arrivé dans mon bassin c’était le plus timide et le plus chétif et que je lui mettais tout à coté de lui un peu de nourriture pour qu’il survive face aux autres qui le chassaient, car oui ils ont une hiérarchie dans leur groupe !
Aujourd’hui même si il reste le plus petit, il a fait sa place.