Planorbe rose macro sur feuille

Die Ursprünge der posthornschnecke rosa

F. Mattier

Eine der schönsten Wasserschnecken ist zweifellos die rosa posthornschnecke.

Aber ist sie natürlich, und wie ist sie entstanden?

Ist es eine besondere Art? Eine andere Schnecke?

 

Ästhetisch gesehen ist meine Lieblingsschnecke sicherlich die rosa posthornschnecke.



Die blaue posthornschnecke ist ebenfalls wunderschön und außergewöhnlich, aber die rosa Individuen wirken im Aquarium absolut beeindruckend.

 

Aber ist es eine eigene Art?

Die posthornschnecke in unseren Aquarien ist eine Schnecke, deren natürliche Farbe Braun ist.

Die natürliche Selektion hat zu dieser Färbung geführt, da sie dieser Art ermöglicht, sich perfekt im Schlamm von Gewässern zu tarnen. Es ist also ganz natürlich, dass die Gene, die zu dieser Farbe führen, im Laufe von Jahrtausenden und Generationen ausgewählt wurden.



Diese Farbe ist genau wie die unserer Haare oder unserer Haut auf das Hauptpigment des Tierreichs zurückzuführen: Melanin.

Es sind die verschiedenen Formen des Melanins, die den Großteil der Farben bei Tieren, einschließlich Vögeln, ausmachen.

Schwarz, Sand, Beige, Schokoladenbraun, Rotbraun, Gelb usw. All diese Farben sind Variationen desselben Pigments.


Die posthornschnecke: zwei übereinanderliegende Farben!

Der Körper der posthornschnecke ist dunkelbraun, fast schwarz, aufgrund der Anwesenheit von Melanin.

Auch die Schale ist durch dasselbe Pigment durchgefärbt, was sie braun macht.

Das dunkelbraune des Körpers, das durch die braune Schale gesehen wird, ergibt einen ausgeprägten Farbton.



Die Gene der Wildfarben sind praktisch immer dominante Gene, weshalb die Fellfarben der Tiere einer Art in der Natur nur wenig variieren.


Und wenn eine Mutation auftritt?

Ab und zu taucht ein mutiertes Gen auf. In der Regel funktioniert es schlecht, da es durch einen Unfall entstanden ist, und das Individuum ist nicht lebensfähig.

Manchmal verändert eine Mutation zufällig das Tier, ohne es krank zu machen.

Es ist also eine seltene Situation: ein Fehler eines Gens, das sich schlecht kopiert, aber durch einen großen Zufall trotzdem den Körper funktionieren lässt.

Das ist der Fall beim Albinismus.



Man kennt das Beispiel des weißen Kaninchens. Es ist bekannt, dass dies auf ein Albino-Gen zurückzuführen ist, das es jeglicher Pigmentierung beraubt, so sehr, dass sogar seine Augen rot sind, da kein Melanin das Innere verdeckt.

In manchen Fällen und bei bestimmten Tieren ist Albinismus tödlich, und kein lebendes weißes Individuum ist bekannt.

Aber in fast allen Fällen ist der Albinismus nicht tödlich.
Es ist hingegen extrem selten, da dieses „seltsame“ Gen von beiden Elternteilen vererbt worden sein muss. Beide Eltern müssen also im Geheimen ihrer DNA dasselbe mutierte Gen haben, das vom dominanten Wildtyp-Gen verdeckt wird.



Es gibt daher extrem wenige wirklich albino Individuen, das heißt solche, die dasselbe mutierte Gen von beiden Eltern erhalten haben.

Im Ausnahmefall, dass dies eintritt, hat das Tier nicht die von der Evolution vorgesehene Tarnung und ist somit gewissermaßen „unnormal“. Die natürliche Selektion eliminiert es sehr schnell: Ein ganz weißes Tier im Gras fällt auf wie die Nase mitten im Gesicht und wird als erstes gefangen und gefressen!



Im Beispiel der posthornschnecke rosa handelt es sich tatsächlich um dieselbe Art wie bei der braunen.

Aber diese Schnecke kann am Körper, an der Schale oder an beiden albino sein!

Albinos nur am Körper (roter Körper und braune Schale) oder nur an der Schale (schwarzer Körper und weiße Schale), in beiden Fällen erhält man visuell die berühmte (und prächtige) posthornschnecke blau.

Aber in einem von mehreren Millionen Fällen kumuliert ein und dasselbe Individuum beide Albinismen. Es hat dann einen roten Körper und eine weiße Schale. Dadurch entsteht mit dem Transparenzeffekt ein völlig rosa Aussehen, das je nach Alter und somit Schalenstärke variiert.

Es ist eine absolute Seltenheit, eine Abweichung in der genetischen Lotterie, und daher ist es in der Natur utopisch, ein solches erwachsenes Individuum zu finden.

In der Natur lässt eine solche Farbe diesen Individuen keine Überlebenschance, da sie schon mehrere Meter nach ihrer Geburt erkennbar sind!



Aber im Aquarium haben wir die Möglichkeit, sie zu züchten, zu schützen und zu vermehren.

Achtung: Da diese Gene „rezessiv“ sind, reicht es, wenn die posthornschnecke rosa eine einzige braune oder blaue Freundin kreuzt, damit das Albinismus-Gen wieder vermischt wird und somit unsichtbar ist.


Ein absolutes Juwel, das aus einem unwahrscheinlichen Zufall entstanden ist!

So haben wir bei einer oft ignorierten oder verachteten Tierart Individuen von unglaublicher Schönheit, auf absolut natürliche Weise (keine GVO!), die in einem natürlichen oder Low-Tech-Aquarium eine seltene Schau bieten, die viele Fische erblassen lässt.



Noch seltener und spektakulärer als der weiße Löwe!

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2 Kommentare

@PASCAL14
Oui, en effet, si on veut garder la souche intacte, il ne faut pas la mélanger avec les deux autres couleurs de planorbes : brune ou bleu. Vous aurez sinon une descendance très variée et incertaine !
Mais si on opte pour des planorbes roses, rien n’empêche de leur associer des planorbines (qui sont une espèce distincte), des mélanoïdes et même des physes. Tant que les planorbes roses sont les seules planorbes !

Mattier

Bonjour, du coup pour garder la souche il faut les maintenir en bac spécifique ? Sinon le rose va se diluer avec les autres planorbes déjà présentes. Du reste quelle est la longévité des planorbes ?
Comme d’habitude encore un article intéressant.

Pascal14

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